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Neuer Produktionsstall

 

Aus der Erkenntnis heraus, dass optimale Haltungsbedingungen sich positiv auf die Leistungsfähigkeit der Tiere auswirkt, wurde ein neuer Stall errichtet, in welchem die positiven Vererber und die Prüfstiere untergebracht sind.


An unserer Station waren bisher die Produktionsstiere in Stallungen untergebracht, welche in den 50er und 60er Jahren errichtet wurden. Die Ställe hatten eine gute Bausubstanz, waren aber durch die geringe Bauhöhe sowie durch enge Stallgänge (Handentmistung, Fütterung mit Schubkarre) arbeitstechnisch veraltet und nicht technisierbar. Das Luftangebot ließ besonders an heißen Sommertagen in den 2,5m hohen Stallungen mit deckenlastiger Futter-und Strohlagerung zu wünschen übrig.

An schwülen Tagen waren Samendepressionen nicht selten. Außerdem bereitete die Strohbeschaffung in kleinen Hochdruckballen in letzter Zeit zunehmend Schwierigkeiten.

Diese Umstände veranlassten das Verbandsgremium über eine zukunftsorientierte Lösung nachzudenken. Eine Umbaulösung durch Entkernen der Gebäude wurde von dem Statiker wegen immensen Kosten und Schwierigkeiten nicht empfohlen. Zudem hätte eine solche nur zu einer Kompromisslösung geführt.


Bei der Verbandsversammlung im Herbst 2004 wurde der Abriss von drei der bestehenden vier Stallabteile beschlossen. Planungsziel war an dieser Stelle einen Produktionsstall für 70 Stiere mit hohem Stierkomfort sowie eine zugehörige Futterlagerhalle und Fahrsilos zu errichten. Um den Kontakt zu den Mitgliedern intensiver pflegen und die Stiere dabei präsentieren zu können, ist eine Besuchertribüne mit eingeplant worden. Ende November 2004 war die Planung soweit abgeschlossen, dass der Bauantrag eingereicht werden konnte. Gleichzeitig wurde die Baumaßnahme ausgeschrieben.

Nach Genehmigung durch das Landratsamt Landsberg und Vergabe an die Bietergemeinschaft Haseitl/Hörmann konnte mit der Baumaßnahme begonnen werden.


 

Stiere mit einem hohen Gesamtzuchtwert sind das wichtigste Kapital einer Besamungsstation.

Dies bedeutet allerdings nur dann einen genetischen und wirtschaftlichen Gewinn, wenn die Stiere möglichst lange gesund und fit bleiben und in den Hauptnutzungsjahren ab  einem Alter von 5 Jahren viel qualitativ hochwertiges Sperma produzieren. Durch ideale Haltungsbedingungen wird versucht, die Spermaproduktion  der Vererber und der Prüfstiere zu fördern.

Am 16. März 2005 rückte ein riesiger Abbruchbagger an und pflückte wie eine Giraffe den ca. 12 Meter hohen Dachstuhl von den Stallungen. Die Fundamente und Mauerwerke wurden vor Ort aufbereitet, was eine Menge von knapp 4000 m 3 Auffüllmaterial ergab. Ab April wurden von der ausführenden Firma die ersten Fundamente betoniert und im November war die Fertigstellung des gelungenen Bauwerkes.

Aufstallungsformen

 

Die positiven Vererber werden in Einzelboxen mit einer Größe von 18 m 2 gehalten. Die Boxen sind untergliedert in einen asphaltierten Bewegungsbereich und den eingestreuten Ruhebereich. Diese Einzelboxen sind an der Südseite des Stalles angeordnet. Durch die 1,8 m hohen, versenkbaren Fenster, liegen die Stiere vor allem in der Herbst-/Winterzeit bei niedrigem Sonnenstand in der Sonne. Zudem besteht für diese Stiere die Möglichkeit bei entsprechendem Wetter ins Freie zu gehen. Die ca. 20 m langen und 6 m breiten Einzelausläufe auf weichem Wiesenboden ermöglichen eine optimale Bewegung und stellen für die Stiere Wellness pur dar.

 

Anbindehaltung 


Es hat sich gezeigt, dass Prüfstiere in Gruppenhaltung wegen ihres jugendhaften Verhaltens nur ungenügend gutes Sperma liefern. Eine Haltung in Einzelboxen ist wegen der Vielzahl der Prüfstiere (jährlich ca. 80-100) aus Kostengründen nicht möglich. Während der Spermaproduktion für den Prüfeinsatz und der Ansammlung einer bestimmten Samenreserve stehen die Jungstiere auf Anbindeplätzen mit Strohmatratze. Diese aus Platzgründen notwendige Haltung beinhaltet auch eine erzieherische Komponente für die im Flegelalter befindlichen Tiere. Nach der Anlage der Samengenreserve von derzeit 10.000 Dosen gehen die Jungstiere an die Wartestation Hechenwang.

Wartestierhaltung in Gruppenboxen


Für die Wartebullenhaltung an der Station Hechenwang stehen Boxen mit einer Gruppenstärke von 3 bis 6 Stieren sowie einige Einzelboxen, welche als Krankenboxen benutzt werden, zur Verfügung. Die Größe der Boxen variiert .

Alle Boxen sind als Tretmistboxen ausgebildet, welche sich untergliedern in den Bewegungsbereich, der mehrmals wöchentlich mit einem Radlader ausgemistet wird und der schiefen Ebene, sprich Liegebereich, auf dem sich eine weiche mit Stroh eingestreute Matratze befindet.

Zweckverband II für künstliche Besamung der Haustiere
Hechenwangerstr. 10-12
86926  Greifenberg
Tel.: +49 8192 9336 3
Fax: +49 81929336 40
E-Mail: info@besamungsstation.eu