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Wobbler-Tochter Renaldi
Wobbler-Tochter Renaldi

Zuchtwertschätzung Fleckvieh April 2017

Mit -1 Punkt im GZW und -0,5 Punkten im MW liegt der April 2017-Schätzung eine moderate Basisanpassung zugrunde. Dementsprechend unspektakulär sind die Zuchtwertveränderungen der meisten Bullen im Angebot.

 

Weiterhin an der Listenspitze findet sich der Watnox-Sohn WOBBLER der Besamungsstation CRV, der im GZW auf 135 (+2) und im MW auf 122 (+1) zulegen konnte. Seinen enormen ZW-Milch von +1067kg sichern 727 Töchter mit 100-Tage Leistung bzw. 174 Töchter mit abgeschlossener Erstlaktation ob. Neben einer funktionellen Exterieurvererbung sind es vor allem die Fitnessmerkmale und die Rindereignung die zu begeistern wissen. Auf Grund der starken Nachfrage ist Wobbler begrenzt verfügbar.

Silverstar-Tochter Sunny auf der Bundesschau ´17
Silverstar-Tochter Sunny auf der Bundesschau ´17

Silverstar steigt weiter

Nachdem der Sanddorn-Sohn SILVERSTAR bereits bei der Dezember-Schätzung Boden gut machen konnte, steigt er nun im GZW auf 121 (+3) und im MW auf 123 (+2) Punkte. Mit diesen Zuchtwerten wird er endlich den Rückmeldungen auf der Praxis gerecht, die eine sehr hohe Zufriedenheit der Landwirte mit den Silverstar-Töchtern ausdrücken. Neben einer hohen Leistungsbereitschaft (+1.003kg ZW-Milch), lässt er eine flache Laktationskurve (Pers 111) und eine gute Nutzungsdauer (107) erwarten. Silverstar-Töchter sind mittelrahmig, fein mit stabilen Fundamenten und enorm langen, drüsigen Eutern. Durch den guten paternalen Kalbeverlauf ist er für die Besamung auf Rinder geeignet. Allerding sollte man seinen Trägerstatus TP bei der Anpaarung beachten.

Ecuador-Tochter Wenke
Ecuador-Tochter Wenke

Fitnessstärke zahlt sich aus

Über 1.600 Töchter liegen den Zuchtwerten von WINDECK zugrunde, der Ende April seinen 11. Geburtstag feiert, und selbst noch durch ein unverbrauchtes Exterieur begeistert. Bei dieser Zuchtwertschätzung kann er im GZW auf 124 (+2) Punkte zulegen, und rechtfertig mit seinen überragenden Fitnesszuchtwerten das große Interesse trotz FH2-Trägerstatus. Seine Töchter bleiben lange in den Betrieben (ND 121), wo sie durch eine flache Laktationskurve (Pers 118) und sehr gesunde Euter (ZZ 126) auffallen. Diese lange Nutzungsdauer ist durch eine hohe Stoffwechselstabilität bedingt, die von durchschnittlichen Einsatzleistungen mit einer enormen Leistungssteigerung in den Folgelaktationen gekennzeichnet ist. Speziell für Betrieb, die die hohen Einsatzleistungen nicht ausfüttern können, sind solche Bullen eine interessante Alternative.
Um über 1.200kg Milch steigern sich die Töchter des linienalternativen GALILEO bereits von der ersten zur zweiten Laktation. Auch er ist ein Bulle der speziell durch hohe Fitnesswerte glänzen kann, und einen ÖZW von 123 Punkten erreicht. Seine Mittelrahmigen Töchter zeigen eine flache Laktationskurve (Pers 113) bei guter Melkbarkeit (118) und hoher Kälbervitalität (111).
In Sachen Persistenz setzt der Endo-Sohn ECUADOR mit Zuchtwert 126 Maßstäbe. Neben einer guten Leistungsbereitschaft und guter Eutergesundheit ist bei ihm auch der Fleischwert von 118 Punkten erwähnenswert.

Waldbrand-Tochter Gizmara 2.Lak, Klassensieg ZLF `16
Waldbrand-Tochter Gizmara 2.Lak, Klassensieg ZLF `16

Willig neu im Einsatz

Erst 47 Töchter mit durchschnittlich 2,2 Probemelken fließen in die Zuchtwerte von Wille-Sohn WILLIG ein, der mit GZW 119 (+0) und MW 114 (+0) sein Debüt als töchtergeprüfter Vererber feiert. Er wurde von Betrieb Auer in Farchant aus der enorm leistungsstarken Romel-Tochter Loreen gezüchtet, die in 4,6 Laktation über 14.300kg Milch gegeben hat. Neben einer guten Eutergesundheit (ZZ 114) und vitalen Kälbern (VIW 109) lässt Willig mittelrahmige Kühe mit sehr guten Fundamenten erwarten. Auch die Eutervererbung kann für einen Wille-Sohn gefallen, lediglich der Euterboden sollte etwas beachtet werden.
Das letzte Mal wird der Allrounder WALDBRAND auf der Liste zu finden sein, da dieser kürzlich abgegangen ist. Auf Grund der starken Nachfrage Zeit seines Lebens, konnte nie ein richtiges Spermadepot aufgebaut werden. Es ist damit zu rechnen, dass der Spermavorrat bis zur nächsten Zuchtwertschätzung aufgebraucht ist.

Manolo Pp
Manolo Pp

Genomische Jungvererber

Als einer der interessantesten natürlich hornlosen Jungbullen kann MANOLO P bezeichnet werden. Mit GZW 130, MW 114 und FIT 119 steht er seinen gehörnten Kollegen in den Zuchtwerten um nichts nach, und weist mit Vater Manigo einen töchtergeprüften Spitzenbullen auf, was sich positiv auf die Zuchtwertsicherheit auswirkt. Seine Zuchtwerte spiegeln die Qualitäten seiner Kuhfamilie in Perfektion wieder. Die direkten Vorfahren von Manolo Pp gefallen durch Körperhaftigkeit, starke Fitnesseigenschaften, enorm breite Becken, funktionelle Euter und Top Fundamente. Manolo Pp bietet damit das Komplettpaket von Fitness, Exterieur und Milchmenge. Weiterhin befinden sich die beiden reinerbig hornlosen Jungbullen WISH PP und VERSACE PP im Einsatz. Weitere hochinteressante mischerbig hornlose Jungbullen unterschiedlichster Blutlinien befinden sich in der Quarantäne und werden die nächste Zeit in den Prüfeinsatz kommen.

Vernando-Mutter Roleva 2.Lak
Vernando-Mutter Roleva 2.Lak

Starke Kuhfamilien

Der noch sehr junge Impression-Sohn IVECO führt die Liste bei den genomischen Jungbullen an. Er stammt aus der Hutera-Tochter Nutoci, die wiederum auf die Rau-Tochter Nene zurückgeht. Diese ist vielen Züchtern als Mutter des positiv geprüften Bullen Riaza ein Begriff. Weitere Söhne von ihr sehen mit ersten Töchterleistungen sehr vielversprechend aus. Die genomischen Zuchtwerte von Iveco sind durch eine inhaltsstoffbetonte Leistungsvererbung bei hohen Fitnesswerten gekennzeichnet. Er lässt im Exterieur tendenziell mittelrahmige, feinere Kühe mit ordentlichen Fundamenten und straffen Eutern erwarten.
VERNANDO ist ein später Reumut-Sohn vom Fleckviehzuchtbetrieb Bürger GbR, der mit Everest Tochter Roleva eine extrem leistungs- und exterieurstarke Kuh zur Mutter hat. So konnte Roleva ihre erste Laktation mit 10.400kg Milch abschließen. Roleva hat als Jungkuh bereits auf der VFR Schau 2015 als Champion jung einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Hood-Mutter Bluna 8.lak
Hood-Mutter Bluna 8.lak

Rolevas Halbschwester Royal (V: Manton) konnte auf der VFR-Schau 2017 den Reserve-Championtitel der Jungkühe für sich verbuchen. Vernando vereint diese Qualitäten und lässt nicht nur ein top Exterieur mit dem Glanzpunkt der Eutervererbung (123), sondern auch sehr gute Milchmenge, Fleischwert (114) und Fitness (112) erwarten. Eine Kuhfamilie, die über Generationen Bullenmütter und pos. Geprüfte Bullen hervorbringt, rundet das Komplettpaket ab.
Unter der Vielzahl von angekauften Hutera-Söhnen sticht HOOD besonders hervor, denn er hat eine der bekanntesten Fleckviehkühe zur Mutter. Humid-Tochter Bluna konnte in der 6.Laktation den Gesamtsieg der älteren Kühe bei der Bundesschau in Miesbach 2014 erringen. Sie begeistert auch zwei Jahre später mit einem enorm feinen Knochenbau und ihrer weiblichen Ausstrahlung. Hood selbst überzeugt mit nahezu fehlerlosen genomischen Zuchtwerten.

Von Welt P-Tochter Fatima
Von Welt P-Tochter Fatima

Prüfeinsatz beachten


Die stärkeren positiven wie negativen Zuchtwertentwicklungen einzelner Stiere sollten Argument sein, den Einsatz bei den genomischen Jungvererbern stark zu streuen, um das Risiko entsprechender Zuchtwertentwicklungen zu kompensieren. Auch sollte der Einsatz der Prüfbullen wieder stärker in den Fokus rücken. Da aus diesem ungelenkten Einsatz der Informationsrückfluss erfolgt, der zu einer genaueren Einschätzung der genomischen Zuchtwerte beiträgt. Der Prüfeinsatz bietet auch den linienalternativen gezogen Jungbullen mit weniger attraktiven Zuchtwerten die Möglichkeit, ihre Zuchtwerte durch eine überdurchschnittliche Eigenleistung zu steigern.

 

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